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Mietrecht erklärt: 8 Fälle, bei denen Sie besser ein:e Anwält:in einschalten

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Mietrecht erklärt: 8 Fälle, bei denen Sie besser ein:e Anwält:in einschalten

Eines der umfangreichsten Rechtsgebiete ist das Mietrecht. Es bietet sowohl von Seiten der Vermiter:innen, als auch von Seiten der Mieter:innen viel Konfliktpotenzial für Streitigkeiten. Rechtliche Probleme, die das Mietverhältnis betreffen, haben insbesondere für Mieter:innen eine erhebliche Bedeutung. Schließlich ist es in der Regel sein/ihr Lebensmittelpunkt, der von der Auseinandersetzung betroffen ist.

 

Viele Konflikte zwischen Mieter:innen und Vermieter:innen könnten jedoch ohne langwierige und kostenintensive Inanspruchnahme der Gerichte gelöst werden, wenn die Vertragsparteien schnell Anwält:innen hinzuziehen würden.

Was beim Mietvertrag zu beachten ist

Der Mietvertrag bildet die Basis für die gesamte rechtliche Beziehung zwischen Mieter:innen und Vermieter:innen. Da ist es selbstverständlich, dass dieser mit größter Sorgfalt zu gestalten ist. Ist eine wesentliche Materie nicht oder nicht wirksam geregelt, sind Auseinandersetzungen vorprogrammiert. Normalerweise werden sogenannte Formularmietverträge verwendet. Die hierin enthaltenen Klauseln unterliegen zum Schutz des/der Mieter:in einer strengen Wirksamkeitskontrolle. Nicht selten sind beispielsweise Vereinbarungen über einen Kündigungsverzicht, die Schönheitsreparaturen, die Kleinreparaturen oder auch ein Rauchverbot unwirksam.

 

Bevor ein Mietvertrag also unterschrieben wird, raten wir, ihn zumindest sorgfältig zu prüfen und im Zweifelsfall ein:e Notar:in oder Anwält:in hinzuzuziehen.

Einen Mietvertrag kündigen

Irgendwann ist es für fast jede:n Mieter:in einmal soweit, dass er/sie das Mietverhältnis kündigen muss. Oft ist dem/der Mieter:in jedoch nicht bewusst, dass es hierbei eine Menge zu beachten gibt. Immer wieder kommt es vor, dass Fristen nicht eingehalten oder der Zugang der Kündigung bei Vermieter:innen nicht sichergestellt wird.

 

Wird eine Kündigung nicht oder nicht zum gewünschten Zeitpunkt wirksam, kann dies mit erheblichen finanziellen Einbußen für Mieter:innen einhergehen. Doch dies ist vermeidbar. Wann eine Kündigung wegen eines Kündigungsverzichts ausgeschlossen ist, welche Fristen bei einer ordentlichen Kündigung zu beachten sind und auf welche Art und Weise der Zugang beim/bei der Vermieter:in sichergestellt werden kann, erfahren Sie von ausgebildeten Anwält:innen.

Wer trägt die Kosten bei Kleinreparaturen?

Auch das Thema Kleinreparaturen ist für viele Mieter:innen und Vermieter:innen ein Buch mit sieben Siegeln. Das laufende Mietverhältnis wird nicht selten mit Auseinandersetzungen darüber belastet, wer die Kosten für Reparaturen an Installationsgegenständen, wie beispielsweise einer defekten Mischbatterie oder einer nicht mehr funktionstüchtigen Rolllade zu tragen hat.

 

Auch an die Wirksamkeit von Kleinreparaturklauseln, mit denen dem/der Mieter:in die Kostentragungspflicht auferlegt wird, sind hohe Anforderungen zu stellen. Angefangen von der notwendigen gegenständlichen Beschränkung über das Erfordernis einer doppelten Obergrenze bis hin zum Verbot von sogenannten Vornahmeklauseln können Expert:innen verständlich erklären, für welche Reparaturen Mieter:innen die Kosten auferlegt werden können und wann eine Kleinreparaturklausel unwirksam ist.

Zahlung der Mietkaution

Die Mietkaution ist für den Vermieter:innen ein wichtiges Mittel, um Forderungen gegen Mieter:innen aus dem Mietverhältnis abzusichern. Für Mieter:innen hingegen stellt die Mietkaution häufig eine nicht unerhebliche finanzielle Belastung dar. Aus diesem Grund kommt es zwischen Mieter:innen und Vermieter:innen immer wieder zu Streitigkeiten über die Mietkaution. Bereits während des Mietverhältnisses kann die Mietkaution Bedeutung gewinnen, wenn Mieter:innen ihren Verpflichtungen aus dem Mietvertrag nicht nachkommen und beispielsweise die Miete nicht zahlen. Ganz überwiegend entstehen die Auseinandersetzungen zwischen Mieter:innen und Vermieter:innen jedoch nach der Beendigung des Mietverhältnisses, wenn Mieter:innen die Mietkaution von Vermieter:innen zurückverlangen.

 

Das kann nämlich ganz unkompliziert ablaufen oder zu einem echten Problem werden, wenn Vermieter:innen jeden kleinen Kratzer aufspüren und abrechnen wollen.

Die Sorge vor der Eigenbedarfskündigung

Viele Mieter:innen leben in der ständigen Sorge, dass ihr:e Vermieter:in das Mietverhältnis wegen Eigenbedarfs kündigt. Diese Möglichkeit gibt das Mietrecht dem/der Vermieter:in, wenn diese:r die vermieteten Räume für sich, Familien- oder Haushaltangehörige benötigt. Doch nicht jedes Nutzungsinteresse des/der Vermieter:in berechtigt auch zu einer Kündigung. In diesem Zusammenhang stellt sich beispielsweise die Frage, ob eine Eigenbedarfskündigung zu Gunsten eines Bruders, Enkels möglich ist oder gar von einer GmbH ausgesprochen werden kann.

 

Auch eine vorherige Begründung von Wohnungseigentum steht einer Eigenbedarfskündigung nicht selten im Wege. Sowohl Mieter:innen als auch Vermieter:innen sind sich über die Voraussetzungen einer wirksamen Eigenbedarfskündigung häufig nicht im Klaren. Auch hier klären auf Mietrecht spezialisierte Anwält:innen auf.

Streitigkeiten um die Nebenkostenabrechnung

Die meisten mietrechtlichen Streitigkeiten überhaupt drehen sich um die Nebenkostenabrechnung. Sowohl Mieter:innen als auch Vermieter:innen wissen häufig nicht, wie diese zu gestalten ist, damit sie den rechtlichen Anforderungen genügt. Dies hat nicht selten zur Folge, dass Nebenkostenabrechnungen fehlerhaft sind. Nicht nur die Gestaltung der Nebenkostenabrechnung bereitet Probleme für Vermieter:innen. Oft ist es auch für Mieter:innen nur schwer möglich, die Unwirksamkeit der Nebenkostenabrechnung zu erkennen und die einhergehenden Rechte wahrzunehmen.

Anspruch auf Mietminderung

Auch das Thema Mietminderung nimmt einen bedeutenden Teil aller Mietrechtsstreitigkeiten ein. Zeigen sich Mängel der Mietsache, ist der/die Mieter:in häufig nicht bereit, die volle Miete fortzuzahlen. Die Einstellung der Mietzahlung ist jedoch nicht nur für den/die Vermieter:in mit finanziellen Problemen verbunden, sondern geht auch für den/die Mieter:in mit erheblichen Risiken bis hin zur fristlosen Kündigung wegen Zahlungsverzugs einher. Denn nicht immer liegen auch tatsächlich die Voraussetzungen für eine Mietminderung vor.

Bekanntgabe einer Mieterhöhung

Besonders ärgerlich ist es für Mieter:innen, wenn Vermieter:innen im Laufe des Mietverhältnisses die Miete erhöhen möchte. Eine Mieterhöhung kann zu einer erheblichen finanziellen Belastung des/der Mieter:in führen. Dies stellt auch den Grund dafür dar, dass sich eine Vielzahl von Mieter:innen mit einer Mieterhöhung nicht einverstanden erklärt. Streitigkeiten zwischen Mieter:innen und Vermieter:innen über die Höhe der Miete sind daher keine Seltenheit.

 

Um Streit zwischen Mieter:innen und Vermieter:innen zu vermeiden und zu einer einvernehmlichen Lösung beizutragen, informieren Expert:innen über die Voraussetzungen, unter denen eine Mieterhöhung in Betracht kommt. Dabei kann Ihnen alles über die Mieterhöhung bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete, die Mieterhöhung nach Modernisierungsmaßnahmen und weitere Rechtsinstitute, die für die Höhe der Miete von Bedeutung sind, wie etwa die Staffelmiete oder die Indexmiete, erklärt werden.

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